1. Ich würde zuerst jemanden buchen, den ich selbst erlebt habe
Meine erste Wahl wäre immer ein DJ, den ich bereits persönlich auf einer vergleichbaren Veranstaltung erlebt und gut gefunden habe.
Und „vergleichbar“ ist dabei wichtig.
Ein DJ, den ich großartig in einem Club fand, wäre für mich nicht automatisch die erste Wahl für einen 60. Geburtstag oder eine Firmenfeier. Darüber habe ich bereits in meiner Story über den Unterschied zwischen Club-DJ und Event-DJ geschrieben.
Wenn ich jemanden aber auf einer Hochzeit, Firmenfeier oder privaten Party erlebt habe und gesehen habe, wie er mit den Gästen umgeht, wie flexibel er musikalisch arbeitet und wie sich der Abend entwickelt, dann weiß ich schon ziemlich viel.
2. Danach würde ich Freunde und Bekannte fragen
Wenn ich selbst niemanden erlebt hätte, würde ich Menschen fragen, deren Urteil ich vertraue.
Nicht einfach: „Kennst du irgendeinen DJ?“
Sondern: „Hast du in letzter Zeit einen DJ auf einer Veranstaltung erlebt, den du selbst richtig gut fandest?“
Eine persönliche Empfehlung von jemandem, der den DJ tatsächlich erlebt hat, ist für mich wertvoller als irgendein Name, den man irgendwann irgendwo gehört hat.
Aber auch eine Empfehlung würde ich anschließend überprüfen.
3. Dann würde ich mir seinen Auftritt im Internet ansehen
Und ja – für mich spielt das eine Rolle.
Nicht, weil eine schöne Website automatisch einen guten DJ macht. Aber weil die Art, wie jemand sein eigenes Business präsentiert, bereits etwas darüber erzählt, wie professionell er arbeitet.
Ich würde mir anschauen: Ist die Website professionell aufgebaut? Finde ich schnell heraus, wer hinter dem Angebot steht? Gibt es einen verlässlichen Kontakt? Echte Fotos und Videos von Veranstaltungen? Social-Media-Präsenz? Kann ich sehen, wie dieser Mensch auftritt? Sind seine Leistungen verständlich beschrieben?
Eine Website muss nicht spektakulär sein. Aber wenn ich jemanden für eine professionelle Dienstleistung buche und schon bei der ersten Recherche nicht herausfinden kann, wie ich ihn erreiche, was er anbietet oder wer dahintersteht, entsteht bei mir nicht unbedingt Vertrauen.
4. Ich würde mehrere DJs gleichzeitig kontaktieren
Danach würde ich nicht sofort den Ersten buchen.
Ich würde mehrere DJs kontaktieren, die für mich infrage kommen. Und ab diesem Moment beginnt für mich eigentlich schon ein Teil der Entscheidung.
Wie schnell bekomme ich eine Antwort?
Natürlich muss niemand innerhalb von fünf Minuten reagieren. Ein DJ steht vielleicht gerade auf einer Veranstaltung, schläft nach einer langen Nacht oder hat schlicht einen freien Tag.
Aber professionelle Kommunikation erkennt man trotzdem ziemlich schnell.
Bekomme ich eine klare Antwort? Werden meine Fragen beantwortet? Fragt der DJ seinerseits nach meiner Veranstaltung? Ist er kooperativ?
Und vor allem: Wie fühle ich mich bei diesem Kontakt?
5. Sympathie ist für mich kein unwichtiger Nebenaspekt
Ein Event-DJ ist keine anonyme Dienstleistung.
Dieser Mensch ist möglicherweise acht oder zehn Stunden auf meiner Veranstaltung. Er kommuniziert mit meinen Gästen, nimmt Wünsche entgegen, stimmt sich mit Location, Veranstalter oder anderen Künstlern ab und beeinflusst maßgeblich die Atmosphäre des Abends.
Deshalb möchte ich ihn sympathisch finden. Ich möchte das Gefühl haben, dass er zuhört und versteht, was ich möchte.
Und vor allem möchte ich mich als Kundin sicher fühlen.
6. Ein Profi arbeitet transparent
Ich würde sehr genau darauf achten, wie das Angebot formuliert ist.
Was ist im Preis enthalten? Welche Tonanlage wird mitgebracht? Welche Lichttechnik? Wie lange ist die Spielzeit? Sind Auf- und Abbau enthalten? Gibt es Fahrtkosten? Was passiert, wenn die Veranstaltung länger dauert? Was kosten zusätzliche Stunden?
Ich persönlich mag keine Angebote, bei denen der günstige Preis groß vorne steht und man erst später herausfindet, was alles nicht enthalten war.
Ein professioneller DJ muss für mich nicht billig sein. Aber er sollte transparent sein.
Wenn Fahrtkosten entstehen, möchte ich das vorher wissen. Wenn zusätzliche Technik benötigt wird, ebenfalls.
Über typische Preisfaktoren habe ich ausführlicher in „Was kostet ein DJ?“ geschrieben.
7. Ich würde mir die Technik zeigen lassen – zumindest auf dem Papier
Ich muss als Kundin keine Veranstaltungstechnikerin sein.
Aber ein professioneller DJ sollte problemlos sagen können, welche Sound- und Lichttechnik er mitbringt.
Idealerweise gibt es dazu eine übersichtliche Equipment-Liste oder eine klare Beschreibung im Angebot.
Dabei geht es mir nicht darum, irgendwelche Modellnummern auswendig zu lernen. Es geht darum zu erkennen: Hat dieser Mensch ein professionelles Setup – und weiß er, wovon er spricht?
Bei einer größeren Veranstaltung würde ich außerdem erwarten, dass er einschätzen kann, ob seine Technik für Raum und Gästezahl ausreicht oder zusätzliche Veranstaltungstechnik benötigt wird.
8. Und dann würde ich über Musik sprechen
Spätestens hier würde sich für mich vieles entscheiden.
Ich würde dem DJ erzählen, welche Musik ich mag, welche Menschen kommen und welche Richtung ich mir für den Abend vorstelle.
Vielleicht gibt es Songs, die unbedingt gespielt werden sollen. Vielleicht gibt es Genres, die ich überhaupt nicht möchte.
Und dann würde ich genau beobachten, wie er reagiert.
Ein guter Event-DJ muss nicht zu allem begeistert „Ja!“ sagen. Er darf mich beraten. Er darf sagen, dass eine bestimmte Idee aus seiner Erfahrung möglicherweise nicht funktioniert.
Aber ich würde niemals jemanden buchen wollen, der mir vermittelt:
Denn auf meiner Veranstaltung geht es nicht um seinen persönlichen Musikgeschmack. Es geht um meine Gäste.
Am Ende würde ich wahrscheinlich nicht den billigsten buchen
Vielleicht wäre es tatsächlich der günstigste von drei Angeboten. Vielleicht aber auch der teuerste.
Der Preis wäre für mich nur ein Teil der Entscheidung.
Ich würde denjenigen buchen, bei dem mehrere Dinge zusammenkommen: Erfahrung. Professionalität. Transparenz. Technik. Musikalische Flexibilität. Erreichbarkeit. Sympathie.
Und dieses schwer messbare Gefühl:
Denn genau das kaufe ich meiner Meinung nach bei einem wirklich guten Event-DJ mit.
Nicht nur Musik.
Sicherheit.
Und wenn ich nach dem ersten Gespräch denke: „Gut. Der weiß, was er tut.“ – dann ist das für mich wahrscheinlich schon eines der besten Zeichen, dass ich den richtigen gefunden habe.
DJ gesucht?
Dann darf der erste Kontakt bereits ein gutes Gefühl geben.
Erzähl mir kurz, was du planst, wo gefeiert wird und welche Menschen zusammenkommen.
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